Ich bin die letzte, die über die Medien urteilen würde. Aber wenn ich den Tag mit dem Deutschlandfunk starte und ihn mit der Zeitung beende, merke ich selbst, wie das viele Elend meine Stimmung beeinflusst. Jeden Tag erfahre ich, welche Bomben in der Ukraine gefallen sind, welcher Fall von Kindesmissbrauch aufgedeckt worden ist und wo sich die Politik wieder nicht einigen kann. Das ist auf Dauer schwer auszuhalten. Als Nutzerin möchte ich in Medien auch erfahren, wo etwas vorangeht. Kürzlich las ich in der FAZ ein Stück über den Bürgermeister von Oklahoma City, der es schafft, mit einer pragmatischen Politik die Wähler zu versöhnen und seit Jahren mit sehr breiter Mehrheit erfolgreich zu regieren. Über solche Geschichten des Gelingens sollten wir mehr berichten.
Julia Jäkel, journalist.de, 27.07.2026 (online)

