Die Bundesregierung strebt eine Reform des Gesetzes für die Deutsche Welle an. Ziel des Auslandssenders soll künftig nicht mehr maximale Reichweite sein, sondern ein Angebot dort, wo es deutschen und europäischen Interessen am meisten nutzt. […]
„Angesichts der sich zuspitzenden geopolitischen Dynamik wird es umso wichtiger, dass sich die DW stärker auf Zielregionen konzentriert, die für Deutschland und Europa besonders relevant sind“, erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Mittwoch in Berlin. Maßgeblich für die Arbeit werde nicht die größtmögliche globale Reichweite sein, sondern dass Berichterstattung in eingeschränkten Informationsräumen die freie Meinungsbildung im Ausland stärke, Desinformation entgegenwirke und damit zur Stärkung europäischer Resilienz beitrage. […]
„Dabei sieht die Bundesregierung die Kerntätigkeit der Deutschen Welle vor allem in Zielregionen, in denen die Berichterstattung auf deutsche und europäische Interessen einzahlt“, sagte er. Den Angaben zufolge soll der Auslandssender zudem seine „Krisenreaktionsfähigkeit“ ausbauen, um ohne „stetigen Mittelaufwuchs“ auf veränderte Bedarfe reagieren zu können. […]
Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Stellungnahme der Bundesregierung zur Aufgabenplanung der Deutschen Welle für die Jahre bis 2029 beschlossen.
epd medien, 03.06.2026 (online)

