Zitiert: Dieses Gesetz macht es für Eltern nicht besser, sondern schlimmer

Die EU will junge Menschen vor übergriffigen Kontaktversuchen durch Erwachsene schützen, sie will verhindern, dass Apps mit Endlosfeeds zum endlosen Hängen am Handy verleiten. Sie will, dass Kinder unter 13 nicht mehr auf YouTube, Instagram oder Fortnite unterwegs sind und Menschen unter 15 nur mit sehr eingeschränkten Optionen. Eltern sollen die Kontrolle behalten. Das klingt zunächst gut.

Das Problem ist nur: In der Praxis lösen diese Pläne keines der Probleme, die sich mir und meinen Kindern in unserem digitalen Alltag stellen. Für mich als Elternteil zeigt der Kids Act bei näherer Betrachtung vor allem eins: Wie wenig die EU-Kommission den Alltag von Familien in Zeiten des Überwachungskapitalismus wirklich kennt.

Chris Köver, netzpolitik.org, 17.09.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)