Die EU will junge Menschen vor übergriffigen Kontaktversuchen durch Erwachsene schützen, sie will verhindern, dass Apps mit Endlosfeeds zum endlosen Hängen am Handy verleiten. Sie will, dass Kinder unter 13 nicht mehr auf YouTube, Instagram oder Fortnite unterwegs sind und Menschen unter 15 nur mit sehr eingeschränkten Optionen. Eltern sollen die Kontrolle behalten. Das klingt zunächst gut.
Das Problem ist nur: In der Praxis lösen diese Pläne keines der Probleme, die sich mir und meinen Kindern in unserem digitalen Alltag stellen. Für mich als Elternteil zeigt der Kids Act bei näherer Betrachtung vor allem eins: Wie wenig die EU-Kommission den Alltag von Familien in Zeiten des Überwachungskapitalismus wirklich kennt.
Chris Köver, netzpolitik.org, 17.09.2026 (online)

