Zitiert: Dritter Standortwechsel des ARD-Mittagsmagazins offenbart Reformunfähigkeit

Nicht einmal drei Jahre nach der Übernahme des „Mima“ vom Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) mag dem angeschlagene Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) die Einstellung zwar finanzielle Entlastung bringen. Aber weder können Etatkürzungen echte Reformen ersetzen, noch sorgen solche „Einsparungen“ in einem Sender für mehr Wirtschaftlichkeit in der Senderfamilie oder wären im Interesse der Beitragszahlenden – im Gegenteil!

So ist der dritte Standortwechsel des Mittagsmagazins gerade keine Reform, sondern vielmehr Ausdruck der Reformbedürftigkeit der ARD-Strukturen. Er verursacht erneut sinnlosen Aufwand beim Ab- und Wiederaufbau der komplexen Redaktionsstruktur, der kostspieligen Studio-Technik und verunsichert ohne Not die vielen Mitarbeitenden, vor allem die besonders vulnerable Gruppe der Freien.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die ARD für eine Gemeinschaftsaufgabe wie das Mittagsmagazin auch zuletzt keine gemeinschaftliche Finanzierung vereinbaren wollte und den unterfinanzierten MDR letztlich auf den Kosten der ARD-Sendung sitzen ließ. Die Entwicklung hochwertiger Programme ist langwierig und bedarf engagierter Mitarbeitender ebenso wie einer nachhaltigen Grundlage.

Christoph Reinhardt, freienrat.de, 18.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)