… und hat eine Verbindung mit ihnen. Es kennt die Bedürfnisse seines Publikums und wird ihnen gerecht. Das bedeutet nicht, ihm nach dem Mund zu reden. Dahinter steht meine Überzeugung, dass Journalismus den Menschen dient und nicht entrückt sein darf. Die Angebote, die wir machen, müssen bei den Menschen ankommen und von ihnen gemocht werden. Dafür müssen sie etwas leisten: Sie müssen auch schwierige Themen so erzählen, dass man sie gut verstehen kann, unterschiedliche Perspektiven aufzeigen und dadurch Raum für Identifikation bieten. Und sie müssen immer wieder den Mut haben, sich zu verändern, wenn Bedürfnisse sich ändern.
Durch die rasante Verbreitung künstlicher Intelligenz kommt ein weiterer Punkt hinzu: Es wird in Zukunft noch wichtiger werden, journalistische Persönlichkeiten zu stärken, um im besten Sinne echt zu sein und eine Verbindung aufzubauen. Dass wir als Deutschlandfunk Angebote spürbar von Menschen für Menschen machen – diese Verbundenheit wird den Unterschied bedeuten.
Susanne Schwarzbach, deutschlandradio.de, 01.04.2026 (online)

