Das Einsamkeitsrisiko wird stark von äußeren Rahmenbedingungen beeinflusst, etwa bei Armut oder Krankheit. Die Folgen erreichen die gesamte Gesellschaft, zum Beispiel im Gesundheitssystem. Und es gibt Hinweise darauf, dass chronisch einsame Menschen anfälliger dafür sind, sich zu radikalisieren, Verschwörungserzählungen zu glauben oder sich komplett zurückzuziehen. Unsere Demokratie basiert ja darauf, dass wir uns für das Allgemeinwohl einbringen und ein Mindestmaß an Vertrauen haben, untereinander, aber auch gegenüber den Institutionen. Einsamkeit kann das unterminieren.
Maike Luhmann, sueddeutsche.de, 29.03.2026 (online)

