Wer AfD-Führer und deren Millionen-Wählerschaft lediglich entlarven, überführen und anprangern will, um selbst zu glänzen, bestätigt sie absichtslos in ihrem Gefühl, von den etablierten Medien ohnehin nicht mehr fair behandelt zu werden. Das heißt nicht, dass dieses Gefühl durchweg berechtigt ist. Und in Richtung ÖRR und linke Leitmedien: Gerade wer die AfD ablehnt, sollte sich wünschen, dass sie mit Mitteln des Journalismus gestellt wird – und nicht mit den Mitteln des politischen Engagements.
Judka Strittmatter, berliner-zeitung.de, 14.07.2026 (online)

