Vielleicht sind bestimmte Berufskulturen weniger gründungsorientiert, wie Wissenschaftler, Beamte und eben Journalisten. Heute überhöhen wir das Gründen in akademischen Kreisen, man spricht von Private Equity oder Strategieberatern. Dabei vergisst man, wie selbstverständlich es in Handel und Handwerk ist. Unter Friseuren oder Tischlerinnen ist es sehr gängig, zu sagen: „Ich mache jetzt mein eigenes Ding!“ Diesen Geist findet man bei Journalisten kaum. […]
Und Medien sind meist Manufakturen, keine Scaler. Trotzdem sind die wertvollsten Unternehmen der Welt heute Werbeträger-Unternehmen.
Sebastian Turner, journalist.de, 20.07.2026 (online)

