Zitiert: Frankreich führt 20-prozentige Diversitätsklausel für Animation, kreative Dokumentarfilme und Live-Darbietungen bei Streamern ein

Das Dekret Nr. 2025-1421 vom 30. Dezember 2025, das in Anwendung der Artikel 27 und 33-2 des Gesetzes Nr. 86-1067 vom 30. September 1986 über die Kommunikationsfreiheit erlassen wurde, enthält eine dreifache Änderung des Dekrets Nr. 2021-793 vom 22. Juni 2021 über audiovisuelle Mediendienste auf Abruf (SMAD).

Erstens: Um die Entwicklung der Produktion der schwächsten Genres audiovisueller Werke zu stärken und der Konzentration der Investitionen auf ein einziges Genre entgegenzuwirken (seit Inkrafttreten des Dekrets SMAD entfielen 89,8 % der Produktionsbeiträge der Plattformen auf Fiktion), schreibt das Dekret nach einem dreijährigen Anstieg vor, dass mindestens 20 % des Beitrags zur audiovisuellen Produktion für Animation, kreative Dokumentarfilme oder Aufzeichnungen oder Wiedergabe von Live-Darbietungen verwendet werden müssen. Für Dienste mit einem Netto-Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro schreibt das Dekret vor, dass 75 Prozent dieses Anteils für jedes dieser Genres auf noch nie gezeigte Werke entfallen müssen. Bei Animationswerken wird die Berücksichtigung von Rechten, die für ausländische Gebiete erworben wurden, ähnlich wie bei Kinofilmen beschränkt.

Damit werden Vorschläge zur Stärkung der Verpflichtung zur Vielfalt audiovisueller Werke umgesetzt, die von Vertretern des audiovisuellen Sektors formuliert und in der im November 2024 veröffentlichten Studie der Autorité de régulation de la communication audiovisuelle et numérique und des Centre national du cinéma et de l’image animée aufgegriffen wurden.

Amélie Blocman, IRIS 2026-1:1/11, Januar 2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)