Damit fällt auch eine wöchentlich stattfindende kurdische Sendung weg. Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisierte das als „fatales Signal“ an die kurdische Gemeinschaft in Deutschland. Die Verantwortlichen des Senders sollten ihre Entscheidung überdenken oder notfalls eine andere Heimat für das Programm finden, forderte der Nahostreferent der Menschenrechtsorganisation, Kamal Sido, am Freitag in Göttingen. […]
Die Gesellschaft für bedrohte Völker weist darauf hin, dass gerade die kurdische Sprache sich in einer prekären Situation befinde, da sie praktisch in allen Ländern, über die sich die ursprüngliche Heimatregion der Kurden erstreckt (Türkei, Syrien, Irak und Iran), unterdrückt werde. Kurdische Medien würden dabei von den jeweiligen Regierungen kontrolliert. „Ein in Deutschland produziertes Programm ist auch deshalb wichtig, weil es kurdischsprachigen Menschen ein offenes, demokratisches Forum und verlässliche Informationen bietet“, betonte Sido.
KNA, evangelische-zeitung.de, 05.06.2026 (online)

