Zitiert: Ich mag das Wort „Aktivistin“ nicht

Das Wort leitet sich vom lateinischen Wortstamm „actus“ ab – „Handlung“ oder „Treibkraft“. Ein Aktivist ist also eine Person, die sich durch direkte und konsequente Aktionen für Veränderungen einsetzt, und daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Aber eine eigene Organisation zu gründen und zu führen, ist etwas vollkommen anderes. Es bedeutet, dass man Erkundungsreisen unternimmt, Berichte verfasst und Vorträge hält. Ein weiterer Grund, warum ich etwas gegen den Begriff „Aktivistin“ habe, ist, dass die konservativen Medien ihn meistens benutzen, um Frauen herabzuwürdigen. […]

Überlegen Sie mal, bei Männern wird der Begriff „Aktivist“ nur sehr selten verwendet. Männer sind immer „Gründer“, „Vorsitzender“ oder haben andere präzise Titel. Nicht, dass ich die bräuchte. Aber es ist symptomatisch dafür, wie Frauen wahrgenommen werden und wie sie in ihrer Position und bei ihrer Arbeit herabgewürdigt werden.

Bianca Jagger, sueddeutsche.de, 28.05.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)