Zitiert: Journalismus für alle zugänglich zu machen

Gerade einkommensschwache Menschen wollen und können nicht für Medien zahlen. Deshalb zahlt es sich für Medienhäuser finanziell nicht aus, etwas am Ist-Zustand zu ändern. Der Zugang zu Information ist nicht nur ein Privileg, sondern auch Macht. Und vielen Menschen fehlt diese Macht. Das ist ein großes Risiko für die heutigen Demokratien. Wenn die breite Masse nicht gut informiert ist, gibt es Platz für andere Akteur:innen. Etwa Politiker:innen, die die öffentliche Meinung nach ihrem Willen lenken. Das passiert gerade jetzt in den USA und vielen anderen Ländern der Welt. Es wäre also höchste Zeit Journalismus für alle zugänglich zu machen.

Mitali Mukherjee, derstandard.at, 14.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)