Gerade einkommensschwache Menschen wollen und können nicht für Medien zahlen. Deshalb zahlt es sich für Medienhäuser finanziell nicht aus, etwas am Ist-Zustand zu ändern. Der Zugang zu Information ist nicht nur ein Privileg, sondern auch Macht. Und vielen Menschen fehlt diese Macht. Das ist ein großes Risiko für die heutigen Demokratien. Wenn die breite Masse nicht gut informiert ist, gibt es Platz für andere Akteur:innen. Etwa Politiker:innen, die die öffentliche Meinung nach ihrem Willen lenken. Das passiert gerade jetzt in den USA und vielen anderen Ländern der Welt. Es wäre also höchste Zeit Journalismus für alle zugänglich zu machen.
Mitali Mukherjee, derstandard.at, 14.04.2026 (online)

