Zitiert: Keine Gendergerechtigkeit bei der Vergütung von Drehbüchern

Es gab gerade eine verbandsinterne Erhebung des DDV zu den Honoraren von Männern und Frauen. Es ist ernüchternd und zugleich erschütternd, dass es unsere Branche bis heute offenbar nicht hinbekommt, hier Gendergerechtigkeit herzustellen. Man muss sich das mal vorstellen: Die erhobenen Zahlen deuten darauf hin, dass Frauen rund 10.000 Euro weniger für einen 90‑Minüter erhalten als ihre männlichen Kollegen! Beim Serienformat für 45 Minuten sind es rund 4.000 Euro weniger pro Episode. Und das im Jahr 2026! Was mir fehlt, ist der kollektive Aufschrei des Deutschen Drehbuchverbands. Und bitte jetzt nicht wieder nur die Frauen, die sich beschweren, sondern echte Solidarität, auch von den Kollegen! Stattdessen gibt es immer noch viel zu viele Bedenkenträger, die sofort wieder anfangen, die erhobenen Zahlen grundsätzlich infrage zu stellen. Eine offizielle Studie ist bis heute nicht beauftragt worden, und statt politisch und aktionistisch in die Offensive zu gehen, hält man lieber die Klappe.

Kristin Derfler, the-spot-mediafilm.com, 30.04.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)