Zitiert: KI im Wahlkampf in Israel

Israel befindet sich im Wahlkampf, und erstmals prägt auch KI die Kampagnen. Forscher befürchten nicht nur einen Einfluss auf das Wahlverhalten, sondern auf die Akzeptanz des Wahlergebnisses. […]

Es ist das erste Mal in Israels Geschichte, dass ein Wahlkampf mit KI geführt wird. Israels Sicherheitsbehörden sorgten sich vor allem vor ausländischer digitaler Einflussnahme auf die Wahl am 27. Oktober, sagt Daniel Jacobs vom Büro der Ombudsstelle Israels. Die unabhängige Institution macht auf staatliche Missstände aufmerksam und bemängelt, Israels Behörden hätten sich und die Bevölkerung nicht genügend auf den Einfluss von KI auf die Wahlen vorbereitet. […]

Auch im neuesten KI-Wahlkampfvideo von Israels Premier Netanjahu sei eine Kennzeichnung nicht zu sehen, klagt Idan Ring von der Israel Internet Association. Das KI-Video des Premiers sorgte für viel Aufregung, weil es deutlich unter die Gürtellinie des größten Wahlkampfgegners Eisenkot zielt: Eisenkot rennt mit offenen Armen erst auf einen jungen Mann zu, der Eisenkots Sohn ähnlich sieht, fällt dann aber Mansour Abbas um den Hals, dem Chef der arabischen Raam-Partei. Das Makabere: Eisenkots Sohn wurde nach dem 7. Oktober im Kampf gegen Hamas-Terroristen in Gaza getötet.

Bettina Meier, tagesschau.de, 28.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)