Zitiert: Medienpolitik bleibt immer weiter zurück

In der Medienlandschaft verändert sich enorm viel immer noch schneller. Während Aufsichtsbehörden und Medienpolitik immer noch vergeblicher die sog. sozialen Medien und die Konzerne, die durch sie steigende Gewinne erzielen, zu regulieren versuchen, beschleunigen dieselben Konzerne alle Entwicklungen durch sog. KI in unüberschaubarem Ausmaß. Der Journalismus kann zwar in immer mehr Medienformen und -formaten vorkommen und um Aufmerksamkeit mit-konkurrieren. Doch als einer unter immer noch mehr Medieninhalten droht er weiter an Bedeutung zu verlieren. Ganz besonders, wenn es darum geht, sich durch Werbeeinnahmen zu finanzieren, wie es für ziemlich viel Journalismus lange ziemlich üblich war.

Solche Verschiebungen verdienen Aufmerksamkeit gerade auch am Pressefreiheits-Tag – und eine Medienpolitik, die der Bedeutung der Medien (und des Medieninhalts Journalismus) gerecht wird.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 04.05.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)