Zitiert: Ohne medienökonomisches Verständnis kann man Journalismus nicht erklären

Wir brauchen das tiefe Verständnis der Neuen Institutionenökonomik, weil wir nur so die Frage der Kommunikationsqualität verstehen. Und da beweist sich eben die Medienökonomie als originär kommunikationswissenschaftlich. Ohne Prinzipal-Agenten-Theorie und ohne die Diskussion um „Adverse Selection“ und den Akerlof-Prozess, der auch erklären hilft, warum wir so viel Bullshit-Kommunikation auf Social Media angeboten bekommen, besser: ertragen müssen – und warum sich dies, je länger wir dort zuschauen, verstärkt –, könnten wir nicht erkennen, dass alle Qualitätsdiskussion – sei es für Unterhaltungs-, sei es für informationsorientierte Medien – am Ende ökonomischer Logik folgt. Das heißt auch: Ohne ein tiefes, ökonomisches Verständnis können wir wie bereits angedeutet Anpassungsjournalismus nicht erklären. Hierbei handelt es sich übrigens um ein Konzept, das bis heute nur spieltheoretisch erfasst werden kann.

Harald Rau, Medienwirtschaft 04/2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)