Zitiert: Radio wird seit vielen Jahren massiv unterschätzt

Dabei hat es eine sehr hohe, sehr konstante Nutzung. Über 90 Prozent der Menschen hören Radio, 75 Prozent sogar täglich – und meist dann auch mit einer hohen Verweildauer. Durch den Start zahlreicher neuer Radiosender ist die Vielfalt in den letzten Jahren sogar noch gewachsen. Gleichzeitig ist die Situation für den Markt heute komplexer denn je: Reichweite bedeutete früher hohe Umsätze und damit Möglichkeiten, ins Programm zu investieren. Inzwischen bekommen auch wir die rückläufigen Werbeerlöse im Medienmarkt zu spüren. Wir haben wirtschaftlichen Druck durch Kriege, Instabilität auf der Welt und die daraus resultierende Inflation mit Auswirkungen auf unsere Werbefinanzierung. Dazu sind komplexere Verbreitungsstrukturen gekommen, weil die Menschen Radio auf allen möglichen Plattformen und Endgeräten hören wollen. All das bedeutet steigende Kosten für alle Marktteilnehmer. Die größte Herausforderung besteht heute darin, unsere hohe Relevanz zu halten und weiter zu wachsen. Allerdings wird nicht jeder Anbieter auf dem deutschen Radiomarkt wachsen können. Dafür sind es einfach zu viele Programme. Es wird daher aus meiner Sicht in Zukunft noch deutlich mehr Zusammenarbeit geben müssen.

Nina Gerhardt, dwdl.de, 30.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)