Zitiert: Regeln für die analoge Welt müssen auch im Netz gelten

Es gibt ein Framing von Extremen und Radikalen, dass jegliche Regeln im Netz so etwas wie ein digitaler Maulkorb seien. Zensur, das schwingt dann ganz schnell. Aber ich vertrete an dieser Stelle die Linie, dass die Regeln, die wir uns in der analogen Welt über Jahre und Jahrzehnte gegeben und dann auch umgesetzt und durchgesetzt haben, auch im Netz gelten müssen. Und deswegen, wenn jemand ein journalistisches Angebot im Netz, etwa als Podcast macht, dann hat er bestimmte Regeln zu befolgen. Das ist auch wichtig, damit wir uns als Gesellschaft weiterhin auf Fakten verständigen können. Wenn jetzt alles nur noch Meinung ist und alles relativ, dann gerät da etwas ins Rutschen. Und darauf hinzuweisen, das ist nicht nur eine Möglichkeit, sondern auch die Pflicht von Landesmedienanstalten. Ob das an der Stelle in dem Einzelfall wirklich in der Weise so geboten war, das will ich nicht bewerten, weil diese Behörden staatsfern arbeiten.

Nathanael Liminski, Deutschlandfunk, 19.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)