Zitiert: SRG – Mehr Profil, mehr Publikum

Das Kulturradio von RSI bietet weiterhin ein wortlastiges Vollprogramm. Rete Due erreicht damit konstant eine breitere Nutzung als SRF 2 Kultur und auch Espace 2, die beide auf Durchhörbarkeit getrimmt wurden. […]

Offenbar hat die Umgestaltung des Programms hin zu einer besseren Durchhörbarkeit einen Teil des Publikums vergrault – und keine neuen Hörer dazugewonnen. Längere Sendungen wie «Kontext», «52 beste Bücher», «Passage» oder «Wissenschaftsmagazin» wurden gestrichen. Generell gibt es nur noch kürzere Wortbeiträge. Das Publikum nutze heute das Radio vor allem als Begleitmedium. Längere Wortsendungen empfände es deshalb als Störung, begründeten die Verantwortlichen den Umbau des Kultursenders.

Dass die Ausrichtung des Programms an den vermeintlichen Publikumsbedürfnissen zu weiteren Hörerverlusten führte, überraschte Kritiker nicht. Sie sahen darin die Gleichung bestätigt: weniger Profil gleich weniger Publikum. Wenn das zutrifft, dann müsste auch das Gegenteil gelten, wonach ein profilierteres Angebot mehr Hörer erreicht.

Einen Hinweis darauf, dass das zutreffen könnte, liefert Rete Due. Das zweite Radioprogramm von RSI erreichte in seinem Sendegebiet in den letzten Jahren konstant eine breitere Nutzung als SRF 2 Kultur und Espace 2.

Nick Lüthi, persoenlich.com, 30.04.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)