Zitiert: Streaming statt Rundfunk?

Ob diese Umstellung von DAB+ auf Streaming der KEF und der ebenfalls an Einsparpotenzialen interessierten Rundfunkpolitik gefällt, wäre eine weitere Frage. Denn der wesentliche Unterschied zwischen Streaming, wie es etwa die „ARD Schlagerwelt“ anbietet, und (digitalem wie analogem) Radio liegt darin, dass solcher Rundfunk bei höheren Fixkosten immer gleich viel kostet, egal wieviele Hörer einschalten, während zeitsouveränes Streaming für den Anbieter tendenziell mit jedem Abruf immer teurer wird. Je mehr erfolgreiche Streaming-Angebote die Öffentlich-Rechtlichen etablieren, desto höher dürften ihre Verbreitungskosten steigen (bei denen daten-intensiveren Video-, also Fernseh-Inhalte natürlich viel mehr ins Gewicht fallen als Audio-Inhalte).

Christian Bartels, MDR Altpapier, 06.08.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)