Zitiert: Studie kritisiert Nachhaltigkeitsversprechen der KI-Branche

Große KI-Modelle wie ChatGPT verbrauchen so viel Strom wie ganze Länder. Trotzdem werben Tech-Konzerne mit grünen Versprechen. Was steckt wirklich dahinter? […]

Der aktuelle Boom und der damit verbundene massive Ausbau von Rechenzentren würden jedoch primär durch sogenannte „generative“ KI für Endverbraucher angetrieben – also Systeme wie ChatGPT, Copilot oder Gemini, die Texte, Bilder und Videos erzeugen. Für diese ressourcenintensiven Anwendungen konnten die Studienautoren kein Beispiel finden, das eine nachweisbare und substanzielle Reduktion von Treibhausgasemissionen belege.

Die Verknüpfung des Klimanutzens herkömmlicher KI mit dem Ausbau generativer Modelle bezeichnen die Autoren als eine neue Form des „Greenwashings“. […]

Für die Analyse wurden 154 öffentlichkeitswirksame Behauptungen von Tech-Unternehmen und Institutionen über die positiven Klimaeffekte von KI ausgewertet. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Versprechen und wissenschaftlicher Evidenz: Lediglich 26 Prozent der untersuchten Aussagen stützten sich auf veröffentlichte wissenschaftliche Studien. Bei 36 Prozent der Behauptungen wurden überhaupt keine Belege angeführt, während ein Großteil des Rests lediglich auf eigene Unternehmenswebseiten oder -berichte verwies.

Die Autoren schlussfolgern, dass selbst bei herkömmlicher KI der angebliche Nutzen für das Klima oft stark übertrieben dargestellt wird, während die negativen Auswirkungen des KI-Wachstums klar messbar sind.

dpa, telepolis, 01.06.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)