Zitiert: Umgang der Sender mit Drehbuchautoren

Darüber hinaus gibt’s noch zahlreiche andere Finanz-Baustellen: Wenn der DDV neue Mindesthonorare aushandelt, widmen die Sender die vereinbarten Summen gerne mal in Standardhonorare um. Für die Entwicklung von Stoffen wird nach wie vor viel zu wenig Geld zur Verfügung gestellt, da gehen wir Autorinnen und Autoren brutal ins finanzielle Risiko. Wenn öffentlich-rechtliche Sender unsere Werke an Streamer oder ins Ausland verscherbeln, gehen wir in den allermeisten Fällen leer aus und werden bei kritischen Nachfragen auf die gängigen, aber komplett intransparenten Vertriebsregelungen verwiesen. Und wer als Creative Producer an den Start geht und sich damit eine Menge Arbeit aufhalst, darf sich vielleicht ein schickes Label ans Revers heften, aber finanziell lohnt sich der Mehraufwand noch nicht.

Volker A. Zahn, the-spot-mediafilm.com, 30.04.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)