Zitiert: Verschiedene Arbeitsweisen der Medienaufsichten bei Programmbeschwerden

Bei Presse- und Rundfunkräten sowie Medienanstalten können sich Leserinnen und Zuschauerinnen über Berichterstattung beschweren. Eine neue Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt wie das im Falle der deutschen Nahostberichterstattung geschehen ist. […]

In der Studie untersucht Mey, wie sich die Kritik an der Nahost-Berichterstattung zwischen dem 7. Oktober 2023 und Dezember 2025 in der Arbeit von Presserat, Rundfunkräten und Landesmedienanstalten widerspiegelt. Der Presserat behandelte in diesem Zeitraum 72 Beschwerden zu Nahost-Berichterstattung. Er sprach zwölf öffentliche Rügen aus – alle auf Basis eher propalästinensisch motivierter Beschwerden. Zwei Drittel dieser Rügen betrafen Print- oder Digitalbeiträge der Bild-Zeitung, 83 Prozent den Axel-Springer-Verlag. Gerügt wurde beispielsweise die unbelegte Behauptung, auf einer propalästinensischen Demonstration hätten tausende Menschen die Parole „Bombardiert Israel“ skandiert. Ebenfalls gerügt wurde die Behauptung, ein von israelischen Militärs in Gaza getöteter Journalist sei ein Terrorist gewesen.

Mey konstatiert auch 72 Programmbeschwerden zu Inhalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR), die in dem Beobachtungszeitraum entschieden wurden, davon 55 durch die jeweiligen Intendanzen und weitere 17 – nach einem Widerspruch – zusätzlich durch Rundfunkräte. Anders als beim Presserat sei die Transparenz der Rundfunkräte geringer, so Mey. Deshalb lasse sich nur für einen kleinen Teil der Beschwerden die inhaltliche Tendenz ableiten. Für den Zeitraum Oktober 2023 bis Ende 2025 gab es fünf Beschwerden bei den Medienanstalten (Verantwortlich für privaten Rundfunk) zur Nahost Berichterstattung.

Mey betont die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Beschwerdeinstanzen. „Der Presserat nimmt seinen Kontrollauftrag aktiv wahr und agiert auch sehr transparent“, betont er im Gespräch mit M. Die Rundfunkräte hingegen agierten laut Mey oft als „zahme Tiger“. Zudem moniert er, dass die Medienanstalten ihre Befugnisse zur Durchsetzung journalistischer Standards kaum einsetzen.

Peter Nowak, M(verdi), 26.08.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)