Zitiert: Wie australische Jugendliche das Social-Media-Verbot austricksen

Seit Ende 2025 sind in Australien die meisten sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren gesperrt. Jetzt liegen erste Zahlen zu den Auswirkungen vor. Sie sind ernüchternd. […]

Die Forscher befragten für ihre Studie zunächst mehr als 400 junge Social-Media-Nutzer unmittelbar vor Inkrafttreten der Beschränkungen. Drei Monate später dann wurden diese Heranwachsenden erneut zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Bei den 12- bis 13-Jährigen gab es der Studie zufolge kaum Veränderungen bei der Nutzung der Plattformen, bei der Altersgruppe der 14- bis 15-Jährigen einen leichten Rückgang und bei den Nutzern ab 16 Jahren einen Anstieg.

Als Knackpunkt gilt weiter die Alterskontrolle. Laut der Studie hatten zwei Drittel der Befragten angegeben, dass sie eine solche zwar durchlaufen mussten. Allerdings wurden nur fünf Prozent der 12- und 13-Jährigen und elf Prozent der 14- und 15-Jährigen aufgefordert, ein entsprechendes Dokument mit Foto vorzuweisen.

Zudem gibt es offenbar genug Wege, den Bann anderweitig zu umgehen. So verwendeten zwischen 15 und 19 Prozent der Befragten ein ausgedachtes Profil, 3 Prozent behalfen sich mit einem VPN-Zugang.

Spiegel.de, 25.06.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)