Zitiert: Wie soll man damit umgehen, dass ein Gegenüber jegliche Debatte verunmöglicht

Es ist eine Herausforderung – nicht nur für Journalist:innen und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als solchen, sondern vielleicht für die ganze Gesellschaft: Wie soll man damit umgehen, dass ein Gegenüber jegliche Debatte verunmöglicht, indem es faktisch belegbare Probleme nicht als solche anerkennt – und stattdessen andere behauptet, die faktisch nicht oder kaum zu belegen sind?

Ein Journalismus, dessen mächtigstes Werkzeug das Erklären ist, gerät dabei irgendwann an seine Grenzen. Ein Staatsvertrag, dessen Grundprinzip auf gemeinschaftlicher Einigung besteht, erst recht.

Der MDR mag vorerst weiter Reporter:innen ins Land schicken, die dokumentieren, wie Menschen in Sachsen-Anhalt und anderswo ihren Alltag lebenswerter gestalten, indem sie „Mitmachen statt Meckern“. Aber die Partei, die diesen Sender gerne abschalten würde, hat längst gemerkt: Meckern funktioniert als politische Taktik vielleicht noch viel besser.

Peer Schrader, dwdl.de, 29.08.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)