Sind die Tage des schrankenlosen Fernsehempfangs in Deutschland gezählt?

Mit ARD und ZDF prüfen ausgerechnet die größten Verfechter des Free-TV technische Sperren für die externe Archivierung ihrer Sendungen. Aktuelle Kinofilme und sportliche Großereignisse sollen hochauflösend nicht länger ohne digitalen Signalschutz auf dem Bildschirm des Zuschauers landen. Angeblich sei dies eine Forderung der Rechteanbieter, die ein Kopieren verhindern müssen. ARD und ZDF könnten sich den Forderungen nur schwer entziehen, erklärte ein Unternehmenssprecher des ZDF gegenüber digitalfernsehen.de. „Grundsätzlich verfolgen ZDF und ARD die Politik einer unverschlüsselten Ausstrahlung ihrer Programme über die verschiedenen Verbreitungswege. Neben dem ungehinderten Zugang zu unseren Inhalten soll damit auch ein offener Endgerätemarkt befördert werden. Umgekehrt sind aber die berechtigten Interessen der Rechteinhaber im Kampf gegen Piraterie zu berücksichtigen.“ Weiterlesen Sind die Tage des schrankenlosen Fernsehempfangs in Deutschland gezählt?

Kritik an künftiger Programmstruktur des Ersten

 

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat die neue, für Herbst 2011 angekündigte Programmstruktur des Ersten Deutschen Fernsehens massiv kritisiert.

Der künftige einheitliche Sendetermin der „Tagesthemen“ sei zwar zu begrüßen, so die einhellige Meinung im Gremium, nicht widerspruchslos hingenommen werden könne jedoch die Ballung von Gesprächssendungen sowie die Aufgabe des bisherigen Sendeplatzes für Dokumentationen am Montag um 21.00 Uhr.

Wellenchef Eric Markuse verlässt Sputnik auf dem Weg zur Popwelle

 

Mitte August waren die Hörer von Sputnik von einer Programmreform überrascht worden: Statt Independent lief Mainstream, die englischen Nachrichten gab es nicht mehr. Es wurde immer behauptet, dass es sich um eine Justierung innerhalb der Programm-Richtlinien handele, es zu keiner strategischen Neuausrichtung komme. Der Onlineauftritt sei von den Optimierungen nicht betroffen, Sputnik bleibe das Multimedialabor des MDR und als Radio der Ort für Experimente. Weiterlesen Wellenchef Eric Markuse verlässt Sputnik auf dem Weg zur Popwelle

Die Verteilung der Jugendmedienschutzzuständigkeiten intern in der Kritik

Für den Vorsitzenden der Kommission fürJugendmedienschutz (KJM), Wolf Dieter Ring, der auch Geschäftsführer der Bayrischen Landesmedienanstalt ist, ist es klar. Wie epdmedien (81/2010, S. 9 f.) von der KJM-Veranstaltung „Was bedeutet der neue JMStV? – Zusammenarbeit zwischen Aufsicht und Selbstkontrollorganen“, die am 8. Oktober stattfand, berichtet hätten die bisherigen Erfahrungen „gezeigt, dass das System der regulierten Selbstregulierung unter Aufsicht der KJM gut funktioniere, wenn klare gesetzliche Anforderungen bestünden, so Ring. Da die Grenzen zwischen Film, Fernsehen und Internet immer mehr verschwänden, vereinfache der neu geregelte Staatsvertrag den erhöhten Abstimmungsbedarf zwischen den Kontrolleuren und stärke die Selbstkontrolleinrichtungen.“ Weiterlesen Die Verteilung der Jugendmedienschutzzuständigkeiten intern in der Kritik

Wo sind Typen geblieben?

 

„Wie viele, die sich in der öffentlichen Arena tummeln stehen noch für irgendetwas? Die meisten reden wolkig, allzeit geschmeidig und pragmatisch. Sind nicht zornig, sondern windelweich, oft resigniert, ohne Idee. Oder nur noch zynisch. Oder lügen routiniert – weil sie irgendwelche mächtigen Interessen verkaufen. Leute mit Überzeugung, die was ändern wollen in dieser Welt, die dafür stehen mit ihrer Biografie, sind verdammt rar geworden.“

Tom Schimmeck, Berliner Zeitung