Zitiert: Die zwei Welten des MDR – Regionalmarketing schlägt Journalismus

Der MDR-Intendant kann es sich nicht erklären: Einerseits genießt sein Sender immer noch hohe Akzeptanz. Andererseits gewinnt bei der Wahl in Sachsen-Anhalt eine Partei, die den MDR abschaffen will. Dabei muss man nur ins Programm schauen, um diesen Widerspruch zu verstehen. […]…

Zitiert: Fernsehen soll Fernsehen machen

Ich würde mir sehr wünschen, dass das Fernsehen sich darauf konzentriert, wieder Dinge zu machen, die nur das Fernsehen kann. Das Fernsehen kann seinem Publikum Inhalte von einer ganz anderen Qualität und Nachhaltigkeit schenken. Da kommt kein anderes Medium mit.

Jan Böhmermann, spiegel.de, 30.09.2026 (online)

Zitiert: Der Grund für KI-Nationalismus

Die Chefs der großen Tech-Unternehmen haben sich den KI-Nationalismus ausgedacht, um gegen staatliche Regulierung zu argumentieren. Dahinter liegt die Behauptung, dass wir uns – ähnlich wie beim Wettrüsten im Kalten Krieg – heute in einem neuen Wettlauf um künstliche Intelligenz befinden, vor allem mit China. Nur geht es ihnen nicht um die Souveränität des Nationalstaats, sondern die ihrer eigenen Macht. Sie stellen sich als diejenigen dar, die die Zukunft der menschlichen Zivilisation und des Planeten sichern. Deshalb sollen sich ihnen alle nationalen Regierungen unterordnen.

Jill Lepore, sueddeutsche.de, 30.09.2026 (online)

Zitiert: „Niemand wurde zu Recht in einem Konzentrationslager inhaftiert, gequält und ermordet.“

Das hat der Bundestag – mit Ausnahme der AfD – 2020 offiziell anerkannt und damit den Weg frei gemacht für Entschädigungen von Menschen, die als sogenannte „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Auch wenn es kaum noch Überlebende gab, war das ein wichtiges…

Zitiert: Die Quotenfixierung ist auch aus professioneller Sicht falsch

Quotenerfolge lassen sich nicht am Reißbrett planen. Da kann man sich noch so sehr bemühen, mit der Mediennutzertypologie des Markt- & Sozialforschungsinstituts GIM Produkte passgenau auf Zielgruppen zuzuschneidern. Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt – ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird.

Karlotta Ehrenberg, taz.de, 04.10.2026 (online)