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Zitiert: Viele Männer über 60 in den Corona-Talkshows

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es nur ein Thema in den Talkshows. Wenig Vielfalt gibt es auch bei den Gästen. Eine SPIEGEL-Datenanalyse zeigt: Junge Menschen kommen kaum vor – Gäste ab 60 sind fast immer Männer. …. Seit dem 1. Januar ging es in 70 Sendungen mit 348 Gästen um das Thema Corona.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Viele Bevölkerungsgruppen sind unterrepräsentiert: nicht nur Frauen und junge Eltern, sondern auch Ostdeutsche, Migranten und Menschen aus den unteren sozialen Schichten. Ihre Stimmen fehlen in den Talkshows – und auch in der gesamten Debatte über die Coronakrise.

Holger Dambeck, Ulrike Knöfel und Claudia Voigt, SPIEGEL Online, 24.05.2020 (online)

Zitiert: Grundfalsch – Wenn öffentlich-rechtlicher Inhalt nicht für alle da ist, sondern exklusiv für Instagram‑Nutzer

Muss man, um womöglich preiswürdige Inhalte anzusehen, die aus dem Rundfunkbeitrag bezahlt wurden, auch noch ein Konto beim Top-Datenkraken anlegen? Auch das bei jungen Zielgruppen populäre Netzwerk Instagram zu bespielen, mag aus Sendersicht nötig bis in Ordnung sein. Und eingespielte Kompromisslösungen gibt…

Zitiert: Wie ARD und ZDF die Finanzierung des Dokumentarfilms auslagern

Lange Dokumentarfilme werden von den Sendern auch nur in wenigen Ausnahmefällen voll finanziert. Ein solcher Fall ist der jährliche Wettbewerb ‚Top of the Docs‘ der ARD – da kann man eine voll finanzierte neue Produktion gewinnen. Das ist die Umkehrung dessen, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen eigentlich machen muss. Es ist der Job der Redakteure, Projektideen zu sichten und anschließend Aufträge zu vergeben. Stattdessen schicken die Sender meist unabhängige Produzenten los, um bei der Kinofilm-Förderung zusätzliches Geld einzusammeln. ARD und ZDF kommen ja nicht direkt an diese Gelder ran.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Vergleichbare Darstellung der programmlichen Leistung in den Telemedien nicht möglich

Eine vergleichbare Darstellung des Angebots der quantitativen programmlichen Leistung in den Telemedien – etwa die Zahl der in den Mediatheken vorgehaltenen Sendeminuten – ist nach Angaben der Anstalten nicht möglich. Daher konzentrieren sich die Betrachtungen dieses Leistungsberichts in Abstimmung mit den Anstalten auf die Nutzung der Angebote. Hierfür können jedoch derzeit nur einige grundlegende Kennzahlen von den Anstalten zur Verfügung gestellt werden. (Visits, Sehvolumen, Video Views (hier fehlen bei ARD Mobil/Apps und Connected TV), Time Average (nur bei ARTE erfasst).

22. KEF-Bericht, S.63 ff. (online)