Neueste Beiträge

Zitiert: „Zeitenwende“

Der Begriff der „Zeitenwende“ ist eine realitätsentkernte, propagandistisch kontaminierte Formulierung. Es gibt keine Zeit, die sich „wendet“. Der Begriff suggeriert, dass wir in einer neuen Zeit leben, dass sich die externen Bedingungen verändert hätten und die Politik darauf reagieren müsse. Was sich jedoch tatsächlich geändert hat, ist die Politik selbst, die nun eine Logik der Aufrüstung bedient.

Markus Klöckner, berliner-zeitung.de, 18.07.2025 (online)

Zitiert: Gefürchteteter Journalist, kämpferischer Gewerkschafter, wichtigstes Sprachrohr der AKW-Gegner

In den Siebzigerjahren galt er als der gefürchtetste Journalist in der Region Basel. […] Fred Müller verkörperte den Spiegel-inspirierten angriffigen Journalismus, der Partei bezog und wenig von Ausgewogenheit hielt. […] Junge Berufsleute sahen sowohl in seiner aussergewöhnlichen Produktivität – gefühlt jeden Tag…

Zitiert: Medien blenden „russische Sicht“ aus

Lügt Putin? Wir können es nicht wissen. Wir wissen aber, dass man sich selbst schadet, wenn die Positionen von Gegnern schief, falsch oder gar nicht wiedergegeben werden, da lagegerechtes Handeln nur auf der Grundlage umfassender Sachkenntnis möglich ist. Die Beurteilung, ob Gesagtes wahr, falsch oder gelogen ist, muss in einer freiheitlichen Ordnung Sache der Bürger sein. Kein gutes Zeichen ist es daher, dass die deutschen Medien zu Ausführungen zur russischen Sicht des Krieges so gut wie nichts berichten, wenn man von einigen in das eigene Deutungsschema scheinbar passenden Zitat-Häppchen absieht.

Hellmut Hoffmann, berliner-zeitung.de, 20.07.2025 (online)

Zitiert: Die Frauen, die den DDR-Film prägten

Inmitten der strikten DDR-Kulturpolitik machten einige wenige Regisseurinnen Filme, die das Leben von Frauen ins Zentrum rückten. Sie erzählen von Selbstbehauptung und solidarischer Stärke – schnörkellos und ungeschönt. […] Andere sozialistische Staaten in Osteuropa hatten ebenfalls nur sehr wenige Frauen auf dem…