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Zitiert: Schmale Gewinne, wenige Qualitätsanreize bei Fernsehfilmen

Bei einem Kinofilm hat ein Produzent eine Chance auf Gewinn, wenn ein Film erfolgreich ist und viele Leute ins Kino gehen. Die meisten Fernsehfilme sind dagegen reine Auftragsproduktionen. Da ist alles vorher kalkuliert, auch ein kleiner Gewinn für die Firma. Am ersten Drehtag hat der Produzent sein Geschäft quasi schon gemacht. Theoretisch könnte es ihm völlig egal sein, wie gut der Film wird, jedenfalls aus wirtschaftlicher Sicht. Die meisten Produzenten, die vom Fernsehen leben, bemühen sich trotzdem um hohe Qualität und opfern dafür oft genug ihre schmalen Gewinne. Aber ein wirtschaftlicher Anreiz, das zu tun, besteht nicht.

Jan-Josef Liefers, sueddeutsche.de, 30.10.2024 (online)

Zitiert: Popstars bei der US-Wahl überschätzt

Früher war mehr Politik: Vielleicht hat man Taylor Swift überschätzt. Ihre Stimme zählte am Ende doch nicht mehr als andere und konnte Trumps Wahlsieg auch nicht verhindern. […]

Ansonsten ist festzuhalten, dass die Bedeutung der demokratisch gesinnten Unterhaltungskünstler wieder einmal überschätzt wurde, zumindest, was deren Einfluss auf die politische Willensbildung betrifft. […]

Die Leute aus der Bürgerrechtsära wollten doch etwas: mehr oder überhaupt Rechte, materielle Sicherheit. James Brown verhinderte bei schwarzen riots das Schlimmste; Stevie Wonder gab keine Ruhe, bis es einen Martin Luther King Day gab.

Edo Reents, faz.net, 06.11.2024 (online)