Neueste Beiträge

Zitiert: Der größte Feind des Journalismus ist die Gewissheit

Wer eine Recherche beginnt, aber wenigstens innerlich schon meint zu wissen, wie es laufen wird, muss bereits verloren haben. Ich jedenfalls kann mich an keinen Fall erinnern, bei dem mir das Gespräch mit jemandem oder die Sichtung umfangreicher Unterlagen nicht ein neues…

Zitiert: Politischer Journalismus ist zu oft fixiert auf das Spektakel

Als politischer Journalist, der seinen beruflichen Alltag in der Mitte Berlins im Hauptstadtstudio gegenüber vom Bundestag (…) verbringt, frage ich mich zunehmend, ob wir mit diesen Blickachsen, die wir da haben, nicht oft (…) zu sehr fixiert sind auf die politischen Prozesse,…

Zitiert: Warum Parteien „Spektakel“ veranstalten

Wenn man die schwächeren Argumente hat, lohnt es sich, auf die Spektakel-Karte zu setzen. Das hat den Vorteil, dass die besseren Argumente in der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht durchdringen. Das Problem scheint mir nicht zu sein, dass die Medien Streitereien zwecks Reichweite hochjazzen, sondern dass die Parteien die Auseinandersetzungen gewissermaßen vorchoreografieren.

René Martens, MDR Altpapier, 04.09.2023 (online)

Zitiert: Deutsches Fernsehen „vergisst“ Nebenfiguren

(Ein) Problem ist, dass das deutsche Fernsehen daran krankt, dass die Nebenfiguren keine eigenständigen Wesen mit Entwicklung und eigenen Konflikten sind. Sie sind nur dazu da, die Haupthandlung zu stützen, die tauchen in Folge 18 auf und sind zwei Folgen später wieder…

Zitiert: Intendantengehälter sind „Prio C“

Ich fände es gut, wenn wir uns mal über Zukunftsfragen unterhalten würden und nicht über den Verdienst einzelner Führungskräfte. Verglichen mit der Frage, wie wir in zehn Jahren noch unabhängigen Journalismus sicherstellen können, ist die Frage nach Gehältern eher Prio C. (Paid)

Kai Gniffke, spiegel.de, 01.09.2023 (online)