„Gemeinsam mit der Produzentenseite ist die Idee entstanden, einzigartige Programme aus 60 Jahren deutscher Fernsehgeschichte für das Publikum auf einer gemeinsamen Plattform leicht auffindbar und auch nach Ablauf der Verweildauern nutzbar zu machen. Diese Plattformfirmiert bislang unter dem Arbeitstitel »Germany’sGold«. Am25. April 2012 haben renommierte Partner der Medien und Produktionsbranche unter Federführung der WDR mediagroup und ZDF Enterprises dazu die »Germany’s Gold«-Plattformgesellschaft gegründet.
„Bei diesem auf Initiative der WDR-Intendantin zustande gekommenen Engagement sucht die ARD den branchenübergreifenden Schulterschluss mit anderen gesellschaftlichen und ebenfalls gemeinwohlverpflichteten Akteuren im Kernbereich aktueller politischer Diskussion. Im Zentrum geht es um die Fragen: Wie wollen wir künftig miteinander leben? Welche Zukunft wollen wir für die soziale Marktwirtschaft? Wir beziehen dabei Position an der Seite von Sozialverbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Städten, Kommunen und Landkreisen sowie des Kultursektors im Sinne einer Neubewertung des Gemeinwohls als zentrale Kategorie gesellschaftlichen Handelns.
„100 Jahre nach den ersten Feldfunk-Versuchen und 90 Jahre nach dem ersten Hörspiel im Äther beschäftigt sich das Festival Radio Zukunft im Zeitalter der flächendeckenden Breitband-Verkabelung mit der Zukunft des akustischen Erzählens.“ So wurde das „Radio Zukunft. Festival für Audiokunst“ angekündigt, das im März in Berlin stattfand. (Viele Beiträge zum Nachhören hier) Auf den Beitrag von Uwe Kammann zu den Hörspielproduktionen der ARD und dem Problem, die einzelnen Anstalten zu vergleichen, war ich schon hier eingegangen.
In Belgien sind ARD und ZDF dem Kabelnetz von Belgacom verbannt worden. Man konnte sich nicht einigen, wieviel Belgacom für die Einzahlung der Programme zahlen soll. Es geht um 500.000 Euro, die ARD und ZDF mehr haben wollen. Die Verdopplung der Gebühr auf 1 Million Euro wird damit begründet, da sich die Abonnentenzahlen von Belgacom auf 1,4 Millionen Kunden verdreifacht hätte. Da ARD und ZDF entsprechend steigender Nutzerzahlen steigende Urheberrechtsgebühren bezahlen müssen, sollte Belgacom diese begleichen. Man sei hier an der untersten Grenze geblieben, hieß es von ARD und ZDF. Doch Belgacom wollte die Summe nicht zahlen und nahm am 14. Mai ARD und ZDF aus seinem Netz.
Beim Hamburger Filmfest gibt es eine Budgetverschiebung. Zum Ende des letzten Jahres (2012) wurde der Etat des Kinderfilmfests Michel um 20.000 Euro erhöht. Im Mai dieses Jahres wurde dann bekannt, dass beim TV-Produzentenpreis 30.000 Euro eingespart werden sollen. Der Hamburger Staatsrat Nikolas Hill erklärte laut Hamburger Abendblatt: „Der TV-Produzentenpreis wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um technische Dienstleister zu stärken. Dies gelingt mit einer künstlerischen Auszeichnung und Förderung des Films genauso gut. Um beide Felder zu unterstützen, soll der Schwerpunkt deshalb künftig auf der Nachwuchsarbeit liegen.“