Zitat: Warum gerade Bitcoin die Unabhängigkeit und den Datenschutz sichern könnte

„Der Staat wird in einer Welt ohne Bargeld stets wissen, wo wie viel Geld liegt und ob es dort zu Recht liegt. Bitcoins könnten deshalb in Zukunft die Vorteile des Bargeldes mit denen des digitalen Bezahlens verbinden. Schnell und bequem und ohne Münzen in der Hosentasche einerseits, anonym, sicher und ohne Manipulationsmöglichkeiten durch die Geldpolitik andererseits.“

 

Johannes Boie in Süddeutsche Zeitung, 28.05.2015

 

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Zitat: Warum und wie Twitter und Facebook mit Nachrichten die Wirklichkeit verzerren

Facebook und Twitter geht es aber nicht darum, Informationen zu verbreiten, und auch nicht darum, das Publikum zu bespaßen. Die Internetkonzerne wollen, dass sich die Nutzer so lange wie möglich auf ihren Seiten aufhalten, um Werbeeinnahmen zu generieren. Dass ihnen eine Rolle als bedeutende Medienspieler zuwächst, ist für sie ein netter Mitnahmeeffekt, mehr nicht. Für die Nutzer hat das zur Folge, dass ihre Nachrichten nicht nach Relevanz, sondern ökonomischer Verwertbarkeit gefiltert werden. Der Nutzer sitzt im Silo sozialer Netzwerke und ist manipulierbar.

 

Adrian Lobe auf faz.net, 20.03.2015

 

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Lesetipp: Neurodaten stellen neue Anforderungen an Datenschutz

Viele Staaten und Firmen sammeln Neurodaten. Damit können sie langfristig gesehen Gedanken und Gefühle kontrollieren. Der Datenschutz ist darauf bisher nicht vorbereitet.

„Neurodaten können Informationen über Gedanken und Emotionen sowie Veranlagungen für geistige und körperliche Krankheiten oder Prädispositionen für Verhaltensmuster und Persönlichkeitstypen anzeigen, selbst wenn diese sich nie manifestieren. Neurodaten sind überdies zunächst Rohdaten. Sie erhalten erst einen Sinn, wenn sie mit wissenschaftlichen Modellen der Hirnfunktion interpretiert werden. Je nach Modell lassen sich unterschiedliche Arten von Wissen über ein Individuum gewinnen“, schreiben Dara Hallinan, Philip Schütz und Michael Friedewald, die am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung an der Vrije-Universität Brüssel arbeiten, auf sueddeutsche.de (31.01.2015)

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Out of Space: Alles wird messbar

Versicherungen ködern ihre Kunden mit Rabatten, wenn sie ihren Lebensstil preisgeben. Der US-Jurist Scott Peppet warnt: Das kann schnell in ein System der Überwachung und Bestrafung umschlagen.

Wenn heute nicht die Regeln dafür festgelegt werden, macht sich in Zukunft der verdächtig, der seinen Daten nicht freigibt. Zudem ist es schwierig zu erfahren und zu kontrollieren, welche Daten die jeweiligen technischen Geräte erfassen und weiterleiten. Zumeist sammeln sie weit mehr als erst einmal dargestellt wird.

 

Interview mit Scott Peppet in der Süddeutschen Zeitung, 11.12.2014

 

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