Zitiert: Social Media war an sich nie demokratisierend

Dafür ist es […] nicht ausgelegt. Es geht hier um eine kreative Nutzung. User*innen verwendeten irgendwann Twitter oder auch Instagram, um demokratische Diskurse zu führen. Die Plattformen öffneten neue Wege, sich mit mehr Menschen auszutauschen

Zizi Papacharissi, taz.de, 25.02.2024 (online)

Zitiert: Zentralisierung der ARD schwächt Demokratie und Aufklärung

Wir stehen mitten in weltweiten Veränderungsprozessen. Aufklärung, Wissensvermittlung durch konsequente Wahrnehmung des Bildungs- und Beratungsauftrages ist geboten. Der Kulturauftrag muss nicht nur in seiner Bedeutung für den einzelnen Menschen gesehen werden, sondern in seiner Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Der Vorschlag…

Zitiert: Demokratie und das Medienvertrauen korrelieren miteinander

Die EBU – die European Broadcasting Union – hat im vergangenen Monat eine Studie herausgebracht, die zum Ergebnis hat, dass starke öffentlich-rechtliche Medien Hand in Hand gehen mit einer gesunden demokratischen Kultur. Demokratie und das Medienvertrauen korrelieren miteinander, entwickeln sich interdependent. Das…

Zitiert: Der Zeitgeist findet immer seinen Weg auf das Papier

Statt leichte moralische Urteile zu hören, blickt man tief in die Lebensumstände erfolgsverwöhnter Autoren, die zum Teil wirklich wie Fallada glauben mochten, schon der Umzug in die Schreibidylle eines Landhauses könne ihnen die Schrecken des Regimes vom Leibe und aus den Sinnen halten. Das Gegenteil ist der Fall, Diktaturen lassen sich nicht aussperren, wenn man die Fensterläden schließt. Der Zeitgeist findet immer seinen Weg auf das Papier.

Daniel Kothenschulte, fr.de, 23.08.2023 (online)

Zitiert: Straße als der Ort demokratischer Teilhabe

Es wird dauern, bis man die „Letzte Generation“ und ihre Wirkung einschätzen kann. In der Zwischenzeit lohnt es, über den Brokdorf-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1985 nachzudenken, in dem es um die Versammlungsfreiheit vor dem geplanten Kernkraftwerk ging: „Große Verbände, finanzstarke Geldgeber oder Massenmedien können beträchtliche Einflüsse ausüben, während sich der Staatsbürger eher als ohnmächtig erlebt“, stellten die Richter fest. Deshalb sei die Straße der Ort demokratischer Teilhabe und Protest die Meinungsfreiheit der sogenannten kleinen Leute. Unbequem – und wichtig für eine Demokratie.

Johanna Pfund, sueddeutsche.de, 17.08.2023 (online)