Zitiert: Was Late-Night nicht mehr ist

Das Late-Night-Format war einst das freie Terrain für den respektlosen Witz und die ironische Selbstbefragung einer ganzen Gesellschaft. Kimmels Sendung ist keine reine Unterhaltung, sondern eine Kulturtechnik der Demokratie.

Dass er seiner Show beraubt wird, ist mehr als ein medienpolitischer Zwischenfall. Es ist ein Desaster. Denn ohne die Ironie, ohne die satirische Selbstbefragung werden die Nächte lang und länger. Bis am Ende alles von der Dunkelheit verschluckt wird.

Matthias Kalle, taz.de, 18.09.2025 (online)

Zitiert: Demokratie ist nicht nur Mehrheitsherrschaft

In einer funktionierenden Demokratie müssen Minderheiten und die Freiheits- und Bürgerrechte der Individuen geschützt werden. Genau dafür sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats da. Denn sonst kann sich der „Volkswille“ in der demokratischen Debatte ja gar nicht frei bilden. […] Die Demokratie…

Zitiert: „Star Wars“-Prequels als unheimlicher Spiegel der politischen Gegenwart

Das ist das Faszinierende am Wiederanschauen der Episoden I bis III: Die Politik der Prequels könnte nicht besser in die bedrohliche Gegenwart passen. Lucas erzählt für seine Verhältnisse subtil und klug davon, wie Demokratie in Faschismus kippt. Von ihrer Lähmung durch Bürokratie…

Zitiert: Brechts Ziel, das Publikum zu teilen, ist wahr geworden

Heute geschieht es oft, dass Brechts Ziel, das Publikum zu teilen, zu spalten, überraschenderweise wahr geworden ist. Es gibt noch einige, die solchen Sarkasmus, solchen Humor vertragen. Andere nicht mehr. Sie werden bösartig, aggressiv. Eine stalinistische Humorlosigkeit hat dieses Land befallen. Erschreckend,…

Zitiert: KI zu demokratisieren heißt, der Öffentlichkeit echte Mitgestaltung zu ermöglichen

Nicht erst, wenn Tools bereits im Einsatz sind, sondern viel früher. Die politische Philosophie spricht in diesem Zusammenhang von „demokratischen Intermediären“. Gemeint sind Akteur:innen, die nicht nur das Volk vertreten, sondern es mitkonstituieren, indem sie Bedingungen für informierte, kollektive Urteilsbildung schaffen. Journalist:innen…