Wie der Piraterieschaden in der Filmbranche errechnet wird

Der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels hat errechnet, dass in Deutschland durch „Piraterie“ und die „illegale Nutzung von Filmen“ ein Schaden von über 500 Mio. Euro entsteht. Basis für die Berechnung ist die Zahl der „Raubkopien“, die von vier Internetdienstleistern im Auftrag der Rechteinhaber gelöscht wurden. Diese, immerhin 2,485 Mio., wurde mit 200 multipliziert.

 

Zum Nachlesen

Zukunftsszenario: Kinofenster für Filme nur noch 17 Tage?

Jeffrey Katzenberg, der Chef von Dreamworks Animation, plädiert laut Blickpunkt:Film (19/14) dafür, die Kinofilme schon nach 17 Tagen für die Verwertung auf allen Kanälen freizugeben. Schließlich mache ein Kinofilm zumeist innerhalb von 17 Tagen – als nach drei Wochenenden – 95 Prozent seines Umsatzes. Weiterlesen Zukunftsszenario: Kinofenster für Filme nur noch 17 Tage?

Zitat: Warum das FFG nur fortgeschrieben wird

„Der Entwurf für das nächste FFG muss bereits in etwa zwei Jahren vorliegen. Schon aus diesem Grund darf man kaum erwarten, dass das System grundlegend auf den Kopf gestellt wird, das wäre in dieser Zeit gar nicht denkbar. Und warum sollte man es auch in seinen Grundfesten ändern? Das wäre doch geradezu abenteuerlich angesichts der Tatsache, dass es gerade erst vollumfänglich bestätigt wurde. So weit es gute Ideen zur Fortentwicklung des FFG gibt, wird man sich sicherlich um deren Implementierung bemühen. In jedem Fall wird aber über die zukünftigen Beiträge der Zahler zu entscheiden sein.“

 

FFA-Präsident Bernd Neumann, Blickpunkt:Film, 08/2014

FFA-Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Viel Aufregung vorab um „Nichts“

Die Reaktionen auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts offenbarten die vorher herrschende Nervosität. „Eine solch profunde Bestätigung der Filmförderung in Deutschland war weder in dieser Form noch in dieser Klarheit zu erwarten“, so FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf. Doch warum war er sich da vorher nicht so sicher? Ja, warum wurde in den letzten Jahren immer wieder darauf gedrungen, dass das FFG nicht kritisiert werden soll und die Branche möglichst mit einer Stimme spricht? Gab es da doch Angriffspunkte?

Der Richterspruch habe, so Eberhard Junkersdorf, in mehrfacher Hinsicht historische Bedeutung. „Zum einen seien sowohl die erfolgreiche Filmförderung der FFA wie auch das Abgabesystem insgesamt als absolut verfassungskonform bestätigt. Darüber hinaus jedoch hätten die Richter dem deutschen Film eindeutig attestiert, dass dieser ein unverzichtbarer Bestandteil sowohl der nationalen Kultur wie auch als Wirtschaftsfaktor in sämtlichen Auswertungsstufen ist.“ Er rief die Filmwirtschaft dazu auf, „jetzt geschlossen die drängenden Fragen der Zukunft zu lösen.“

Doch gibt es erstens die Filmwirtschaft in Deutschland? Und welches sind zweitens die drängenden Fragen der Zukunft? Weiterlesen FFA-Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Viel Aufregung vorab um „Nichts“