Zitiert: Die Rolle sucht den Schauspieler aus

Ich persönlich finde es wichtig, dass man gut mit der Regie zusammenarbeiten kann. Schauspielerei ist ein Beruf, bei dem man sich emotional öffnen muss. Da sollte die Chemie stimmen. Aber letztlich ist „aussuchen“ der falsche Begriff. Ich werde zu Castings eingeladen und spiele dort vor. Und es gibt mehr Ablehnungen als Engagements. Das ist völlig normal. Insofern sucht die Rolle auch mich aus.

Peter Schneider, digitalfernsehen.de, 06.11.2025 (online)

Zitiert: Das Progressive an Pasolini war, dass er die falsche Progressivität hasste

Auch aus der anderen großen Gemeinschaft wurde er ausgeschlossen, der kommunistischen Partei Italiens, weil er sich nicht an die Parteidoktrin hielt: „Ich entdeckte, dass viel in meinem Marxismus eine Basis hat, die irrational und mystisch und religiös ist.“ Das Progressive an Pasolini…

Zitiert: Die Reduzierung der Drehtage beim Tatort

Wir drehen zweimal im Jahr etwas über vier Wochen. Heute sind es 22 Drehtage, zumeist 22 Werktage. Wochenenddrehs werden meist vermieden, da sie auch sehr kostspielig sind. Früher waren es 26 bis 28 Drehtage. Es muss gespart werden, das merkt man deutlich, das tut auch weh. Eigentlich wollte ich als Kommissar Thiel nicht viel reden, als ich die Rolle annahm, ich wollte ein Muffelkopf sein, der meist schweigt. Das funktioniert aber nicht mehr so. Dialoge kosten eben weniger als Außendrehs.

Axel Prahl, sueddeutsche.de, 30.10.2025 (online)

Zitiert: „Synchronisieren“ ist eine Form der Kunst

Doch „Synchronisieren“ ist eine Form der Kunst, ein Handwerk, das beginnt, schon bevor ich in meiner Studiokabine stehe. Zuerst muss die fremde Sprache übersetzt werden. Dann schreiben Dialogbuchautorinnen und -autoren ein Synchronbuch, das im besten Falle lippensynchron ist und den Ton und…

Zitiert: Synchronschaffenden wollen dahin, wo künstliche Intelligenz nie hinkommt

An die Stellen, an denen eine Stimme in Panik bricht, keine Worte mehr verständlich sind vor Weinen, dort, wo ein gackerndes Lachen so sehr mitreißt, dass man gar nicht anders kann, als sich mitzufreuen.

Menschliche Intelligenz ist das, was unseren Berufsstand bewahren könnte. Genauer gesagt ein Anspruch an die Menschlichkeit. Eine fordernde Erwartungshaltung, der Anspruch, sich nicht mit maschineller Mittelmäßigkeit zufriedenzugeben.

Maresa Sedlmeir, sueddeutsche.de, 27.10.2025 (online)