Zitiert: Triggerwarnungen wirken nicht so, wie sie sollen

Die Warnungen schützten nicht vor negativen Gefühlen, wie Selbstauskünfte und biologische Stressmarker zeigten, sondern schürten im Gegenteil vorab leichte Erwartungsängste. Womöglich könnten die Warnungen helfen, schreibt das Team um Bridgland – wenn dazu auch Hinweise zum Umgang mit aufkommenden negativen Gefühlen gegeben würden. Doch das sei selten der Fall.

Ebenso wenig sorgten die Warnungen für eine andere Form von Selbstschutz: die Konfrontation ganz zu vermeiden.

Christiane Gelitz, spektrum.de, 09.09.2023 (online)

Zitiert: Sexismus im Kino

Ein Arte-Dokumentarfilm thematisiert die männlich ausgerichtete Bildsprache des Kinos und lässt den Betrachter mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der Leinwand erscheinen weibliche Körper oft wie Objekte, zerlegt in erotische Schlüsselreize. Wie in einer Peepshow werden Schauspielerinnen aus dem Dunkel des Kinosaals heraus…

Zitat: Die digitale Nekromantie wirft ethische Fragen auf

Darf man Menschen einfach klonen? Darf man digitale Doubles von Verstorbenen in fremde Kontexte einbetten und Sätze artikulieren lassen, die diese womöglich so nie gesagt hätten? Darf man Avatare digital aufhübschen, etwa ihre Brüste vergrößern? Wie weit reicht das Recht am eigenen Bild und Wort? Bis zum Tod? Oder darüber hinaus? Sind digitale Klone zu ewiger Arbeit verdammt?

Adrian Lobe, berliner-zeitung.de, 05.09.2023 (online)

Zitiert: Zukunft des KI-Film

Wie die Zukunft des Films aussehen könnte, hat kürzlich eine Produktionsfirma aus Detroit demonstriert: Sie hat mithilfe einer KI einen zwölfminütigen Kurzfilm („The Frost“) kreiert. Dazu wurden mit dem Bildgenerator DALL-E auf Basis eines (manuell verfassten) Drehbuchs Bilder erzeugt, die am Computer animiert und zusammengefügt wurden. Ein wenig wie bei der Reihenfotografie zu Beginn der Filmgeschichte. Doch für den Kurzfilm brauchte es weder Kameras noch Schauspieler.

Adrian Lobe, berliner-zeitung.de, 05.09.2023 (online)

Zitiert: Deutsches Fernsehen „vergisst“ Nebenfiguren

(Ein) Problem ist, dass das deutsche Fernsehen daran krankt, dass die Nebenfiguren keine eigenständigen Wesen mit Entwicklung und eigenen Konflikten sind. Sie sind nur dazu da, die Haupthandlung zu stützen, die tauchen in Folge 18 auf und sind zwei Folgen später wieder…