Zitiert: Florian Schroeder will in Frage gestellt werden

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mich mit Widerständen und Widersprüchen auseinanderzusetzen. Als Person des öffentlichen Lebens, die Haltung einnimmt, wünsche ich mir Gäste in der Show, die mir widersprechen. So wird meine Perspektive ergänzt. Ich bin nicht nur Fragender, sondern jemand, den man infrage stellen kann und soll. Das ist ein Format, das fehlt im deutschen Fernsehen. Dadurch löst sich im besten Fall die Grenze von Moderator und Gast, von Fragendem und Antwortendem, auf.

Florian Schroeder, faz.net, 24.10.2026 (online)

Zitiert: Probleme des Kabaretts

Die Probleme liegen in einem System begründet, dessen Profitzwänge naturgemäß nicht darauf ausgerichtet sind, Gerechtigkeit zu schaffen. Und das prangert linkes Kabarett ebenso naturgemäß an, was die Arbeit für uns nicht leichter macht. Zum zehnten Mal die Rentendebatte neu abzubilden, ist zermürbend.

Max Uthoff, dwdl.de, 18.07.2026 (online)

Zitiert: Die Humorfront gilt als vermintes Gebiet

Womit erzeugt man noch heftige Lacher, womit aber eher einen Backlash? Die Humorfront gilt als vermintes Gebiet; Szenen oder Sketche, die vor einigen Jahren noch als saukomisch galten, als echte Brüller oder Schenkelklopfer, werden heute erst gar nicht mehr gemacht. Witze über Andersdenkende, anders Aussehende oder anders Liebende? Schwierig. Gags über Männer, die nicht zuhören, oder Frauen, die nicht einparken können? Macht in Zeiten von Gleichstellungsdebatten auch keiner mehr. Und Ironie will heute sowieso niemand mehr verstehen.

Josef Grübl, sueddeutsche.de, 30.10.2024 (online)