Zitiert: Weniger Geld für mehr Streams – „Künstler-Margen“ bei Spotify sinken

 

„Das auf Künstlerrechte spezialisierte Blog The Trichordist hat ausgerechnet, dass die Margen bei Spotify von 2014 bis 2016 um 16 Prozent gefallen sind. Das bedeutet: Ein Musiker erhält pro Stream eines Songs mittlerweile lediglich 0,00437 US-Dollar. Bei Apples iTunes gibt es 68 Prozent mehr, also 0,00735 Dollar. Wer nur einen Dollar – umgerechnet etwa 93 Euro-Cent ­– verdienen will, dessen Songs müssen Nutzer bei Apple rund 140 Mal und bei Spotify sogar 230 Mal streamen.“

 

(Benedikt Plass-Fleßenkämper, wired.de, 21.03.2017, online)

Großbritannien: Verkauf von Schallplatten brachte 2015 höhere Einnahmen als werbefinanzierte Streams

„In Großbritannien verzeichneten Musiker mit dem Verkauf von Vinyl höhere Einnahmen als mit Streams bei werbefinanzierten Diensten wie YouTube. Die Vinyl-Verkäufe sind in Großbritannien zum achten Jahr in Folge gestiegen. 2015 wurden in Großbritannien mehr als zwei Millionen Schallplatten verkauft. Insgesamt nahm…

Musiker-Klage gegen Spotify

Der US-Musiker David Lowery will für sich und seine Kollegen Urherberrechtsgebühren in Höhe von 150 Millionen US-Dollar bei Spotify eintreiben. Ein Erfolg könnte das gesamte Musik-Streaming-Geschäft ins Wanken bringen, berichtet Sebastian Moll in der Berliner Zeitung. „Unter dem neuen Modell“, sagte er, „verdienen die Künstler gar nichts mehr. Das Kasino nimmt alles.“

 

Weiterlesen (Berliner Zeitung, 06.01.2015, online)

Vergesst das Fernsehen? – Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams

Das klassische TV-Sendermodell sei hinfällig, man brauche neue Finanzierungs- und Vertriebswege. So die neue Dok-Leipzig-Chefin Leena Pasanen im Interview mit SpOn (26.10.2015).

 

„Wir erleben gerade das, was die Musikbranche vor Jahren schon durchgemacht hat: Die Leute legen nicht mehr Wert auf die Verpackung eines Produkts – ob sie Musik als CD oder Schallplatte präsentiert bekommen, ist für sie nicht entscheidend. Genauso geht es Filminteressierten, denen ist es egal, auf welchem Weg sie an einen Film kommen.“

 

Doch wie viele Musiker können von der „Internet-Verwertung bzw. Selbstvermarktung“ leben? Welche Umsätze werden da generiert? Weiterlesen Vergesst das Fernsehen? – Portishead verdienen 2.300 Euro mit 34 Millionen Streams