Zitiert: Meinungsbildung auf Basis eines Algorithmus‘

Das ist, leider, mediale Gegenwart: dass erfolgreiche, geschäftstüchtige und durchaus kluge Menschen sich ihre Meinung nicht mehr anhand unterschiedlicher Quellen bilden, denen sie vertrauen und die vielleicht sogar für unterschiedliche politische Richtungen stehen. Sondern sie begnügen sich damit, was ein einzelner Algorithmus ihnen einspielt. (Und dass die dpa nicht mal nachfragt, welcher Algorithmus denn, und sich nicht also vergewissert, dass Berndt, der durch Googles Youtube reich wird, sich seine Infos vermutlich vom selben Mega-Datenkraken einspielen lässt, rundet das triste Bild ab).

Christian Bartels, MDR Altpapier, 07.07.2026 (online)

Zitiert: Konservative und linksliberale Chatbots

Es gibt auffällige Präferenzen der Sprachmodelle. Tagesschau dominiert Musk-KI: Der KI-Chatbot Grok zitiert mit deutlichem Abstand am häufigsten tagesschau.de. Das öffentliche-rechtliche Angebot wird durchschnittlich in 98 Prozent der Prompts zitiert. Auch Perplexity bevorzugt Inhalte von tagesschau.de in seinen Antworten. ChatGPT zitiert eher…

Zitiert: Medien sollten nicht verhindern, dass Menschen ihr Angebot verlassen

[Sie verlinken] lediglich auf Artikel aus dem eigenen Fundus. Das ließe sich schnell ändern, und es wäre eine große Veränderung, denn dabei geht es auch um die Frage, wie Medien ihr Publikum sehen, und wie sie mit ihm sprechen. Im einen Fall…

Zitiert: Wie das Konstrukt der “privilegierten Quelle” im Falle der Polizei der Glaubwürdigkeit der Presse schadet

Man denke nur an die NSU-Morde: Nahezu die gesamte Presse zweifelte über Jahre hinweg nicht das rassistische Narrativ der Sicherheitsbehörden über die „Dönermorde“ an. … Es handelt sich bei der privilegierten Quelle um eine aus einigen Urteilen abgeleitete Regel, keine Gesetzmäßigkeit. Es…