Zitiert: Vom Kinderfernsehen zum Profitfernsehen II

 

“… gewiss ist, dass die Kindersender unglaublich viel Sendezeit füllen müssen, deshalb kaufen sie alles, was irgendwie zappelt. Ich erkenne leider keine Konzepte mehr. Möglicherweise hängt das mit einer veränderten Programmfindungsstruktur zusammen. Zu unserer Zeit hatten die Redaktionen ein Mitspracherecht bei der Programmplanung. Was ich beim ZDF produziert habe, durfte ich auch zumindest in Vorschlagsform in den Sendeplan einbringen. Heute, das ist mein Eindruck, teilt die Planungsabteilung den Redaktionen mit, was sie braucht und wo sie es braucht. Weiterlesen Zitiert: Vom Kinderfernsehen zum Profitfernsehen II

Zitiert: Vom Kinderfernsehen zum Profitfernsehen I

“Wir, also meine Mitarbeiter und die Produzenten, haben damals das Programm mit Begeisterung gemacht. Wir wollten einerseits etwas Besonderes herstellen, hatten aber andererseits immer das Publikum im Blick, denn wir wollten natürlich auch Applaus. Heute spielt statt des Applauses die Quote die…

Quotenerfolg bei ARD und ZDF durch 200 Krimis um 20.15

„Das Format ist Fernsehens und Publikums Liebling. Zusammen mit den Champions-League-Rechten wurde der Krimi zum Treibstoff des ZDF-Erfolgs. 2010 hatte das ZDF 94, das Erste 73 Krimis am Start. Der Höhepunkt war im vergangenen Jahr erreicht: 113 Krimis um 20 Uhr 15, die ARD war bei 78 Gerneprogrammen angelangt“, berichtet Joachim Huber im Tagesspiegel.

 

Dokumentiert: Verstoß gegen AVMD-Richtlinie und Rundfunkstaatsvertrag bei Pro7: Zuviel nicht-europäisches Programm

„Für das Fictionangebot der Sender wurden erneut die Sendezeitanteile der Produktionsländer fortgeschrieben, um den Einfluss außereuropäischer Fernsehproduzenten in diesem für Kauf- und Auftragsproduktionen zentralen Angebotsbereich auf die deutschen Hauptprogramme einschätzen zu können. Richtungsweisend ist dafür nach wie vor die AVMD-Richtlinie der Europäischen Kommission, die den Fernsehsendern eine Mindestquote an ausgestrahltem Programm aus europäischer Produktion empfiehlt („Hauptteil der Sendezeit“), um die wirtschaftlichen Wettbewerbschancen europäischer Produzenten und die europäische Kultur gegen internationale Konkurrenz (vor allem aus den USA) zu stärken. Weiterlesen Dokumentiert: Verstoß gegen AVMD-Richtlinie und Rundfunkstaatsvertrag bei Pro7: Zuviel nicht-europäisches Programm

Zitat: NDR-Fernsehspielchef steht auf Quote

Christian Granderath: “Wenn du eine ambitionierte Primetime-Serie produzierst und sie hat einen Marktanteil von unter zehn Prozent, ist das kein Erfolg, sondern das Gegenteil … Warum sollte ich eine teure Serie machen, die drei Millionen Zuschauer hat, wenn ich auch eine günstigere machen kann, die sechs Millionen erreicht?“

 

Was aus seiner Sicht richtig sein mag, verhindert modernes Fernsehen, schreibt David Denk in der Süddeutschen Zeitung.

 

Süddeutsche Zeitung, 19.04.2016 (online)