Zitiert: Warum Journalismus nicht auf jede Bewegung in sozialen Netzwerken reagieren muss

Aber 90 Prozent der Drohungen und Schmähungen stammen von zehn Prozent der Leser, und die 90 Prozent Vernünftigen melden sich selten oder nie. So entsteht ein verzerrtes Bild der öffentlichen Meinung. Über einen Shitstorm bei Facebook oder Twitter liest man auch in seriösen Medien; so wird er Teil des öffentlichen und damit auch politischen Diskurses. Da ist journalistische Verantwortung gefragt. Nur weil ein paar tausend Menschen im Internet auf etwas schimpfen, ist das noch lange kein Grund für Berichterstattung.

Dirk Steffens, spektrum.de, 17.09.2020 (online)

Zitiert: Hohe Investitionen in Kommentarbetreuung

Tausende von Kommentaren geben Leserinnen und Leser jeden Tag auf den Newsportalen ab: bei 20 Minuten sind es täglich 12’000, bei Blick und Nau.ch je rund 7000. Damit die Diskussionen nicht entgleisen, investieren die Medienhäuser viel. Eine Übersicht.

Christian Beck, persoenlich.com, 17.08.2020 (online)

Zitiert: Der Unterschied zwischen politischem und literarischem Hass

Der Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Bohrer, einst selbst so etwas wie der Rio Reiser seines Faches, hat gerade eine Studie über diese Form der Hassrede veröffentlicht, in der er zwei Formen des Hasses scharf voneinander trennt: den politischen Hass einerseits und den literarisch-imaginativen Hass…

Zitiert: Das soziale Web ist zum Kampfplatz der Geopolitik geworden

Es entfaltet sich eine absurde Dynamik: Aus ihrer Kritik an Chinas Firewall heraus errichten Demokratien ihrerseits Firewalls um ihre digitalen Ökosysteme – um China draußen zu halten. Chinesische Handy-Hersteller arbeiten an einem alternativen App Store, den China auch in Staaten seiner „neuen…

Zitiert: Teilen bedeutet nicht mehr halbieren

Tatsächlich bedeutet digital teilen überhaupt nicht mehr, wie in einer ursprünglichen Bedeutung des Verbs, halbieren. Das Gegenteil, duplizieren, bedeutet es auch nicht. Wäre das Video von Georgs Floyds letzten Lebensminuten nicht einmal, sondern zweimal und dann vier- und dann vielleicht noch achtmal gespeichert und gesehen worden, wäre nicht viel geschehen. Digitales Teilen ist exponentielles Vervielfachen, von Bildern ganz besonders. Die kurzfristigen Folgen sind gewaltig, die mittel- und langfristigen Folgen noch nicht abzusehen.

Christian Bartels, medienkorrespondenz.de, 14.06.2020 (online)