Die Neurologin Molly Crockett erläutert in der Zeitschrift „Nature“, was einer Gesellschaft, in der eine Milliarde Menschen täglich soziale Medien nutzen, droht, wenn Gefühle unkontrolliert digital gesteuert werden. Sie belegt einmal mehr, dass das Bild des unbeteiligten Verteilkanals, das Plattformmedien wie Twitter & Co. gerne von sich zeichnen, nicht zutrifft. Denn diese Medien schöpfen ihren Profit aus hoher Aufmerksamkeit und Verweilzeit der Nutzer. Und beides lässt sich besonders gut durch Gefühle wie Wut und Ärger erzielen. Die Algorithmen sind entsprechend konstruiert: Sie sorgen dafür, dass Ungeheuerliches vom noch Ungeheuerlicheren abgelöst wird – in immer höherer Schlagzahl. Weiterlesen Zitiert: Soziale Netzwerke – Wasser oder Benzin?
Schlagwort soziale Netzwerke
Zitiert: Wer etwas Nützliches produziert, hat kein Recht, dafür anderes zu verschmutzen
Wenn ein Unternehmen etwas Nützliches produziert, erlaubt man ihm ja auch nicht, unsere Flüsse zu verdrecken. Man sagt: Ihr könnt kein Blei in unser Wasser mischen, ihr könnt kein Blei in unsere Wandfarbe mischen. Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und…
Zitiert: Wer etwas Nützliches produziert, hat kein Recht, dafür anderes zu verschmutzen
Wenn ein Unternehmen etwas Nützliches produziert, erlaubt man ihm ja auch nicht, unsere Flüsse zu verdrecken. Man sagt: Ihr könnt kein Blei in unser Wasser mischen, ihr könnt kein Blei in unsere Wandfarbe mischen. Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und…
Zitiert: Globales Netzwerk? Monopolkapitalismus!
Bleibt man bei den frühen Vergleichen des Internets mit der Antike, die das Netz als eine Art globale Bibliothek von Alexandria priesen, so hatten Geheimdienst und Konzerne es in eine virtuelle Tabula Peutingeriana verwandelt, jene Karte der Römerstraßen, die alle Welt nutzen konnte, die jedoch immer unter der Kontrolle und im Dienste der Weltmacht stand.
Andrian Kreye, Süddeutsche Zeitung, 4.7.2017 (online)
Zitat: Warum soziale Netzwerke gesellschaftlich reguliert werden müssen
„Das Problem ist die Überschneidung des Aufmerksamkeitsbedürfnisses von Einzelpersonen oder Gruppen und dem Bedürfnis von Unternehmen, Geld zu verdienen. Sie macht es lohnenswert, möglichst viel Aufruhr zu erzeugen. Das ist eine giftige Mischung. Unternehmen, die dafür verantwortlich sind, öffentliche Kommunikation zu ermöglichen, und dann davon profitieren, dass sie die Stimmung aufheizen, müssen gesellschaftlich reguliert werden.“
(Jan Kalbitzer, Süddeutsche Zeitung, 21.12.2016, online)
