Zitiert: „Schicksalsjahre“ von Politikern in TV-Biografien

Das deutsche Wörterbuch von Oxford Languages definiert „Schicksal“ als etwas „von einer höheren Macht über jemanden Verhängtes, was sich menschlicher Berechnung und menschlichem Einfluss entzieht und das Leben des einzelnen Menschen entscheidend bestimmt“. Die Vorstellung, dass ausgerechnet Politiker Gefangene und Getriebene von…

Zitiert: TV-Runden umwehte ein Hauch von Vergeblichkeit

Nach den zahlreichen Fernsehrunden lässt sich feststellen, dass diese so gut wie keine Auswirkung auf die Umfragewerte der teilnehmenden Parteien hatten. Die wirken seit November wie in Stein gemeißelt. Das erlaubt folgenden Schluss: Viele Wählerinnen und Wähler haben ihre Entscheidung längst getroffen – und die TV-Runden umwehte ein Hauch von Vergeblichkeit.

Dominik Fürst, sueddeutsche.de, 21.02.2025 (online)

Zitiert: Bemerkenswert stabile Umfragen bei ungewöhnlich vielen TV-Sendungen

Bewegung war bei der Linken, die sturzgeburtartig Social Media gelernt hat. Kein Schwund bei der AfD, die Social Media länger kann. Friedrich Merz hat drumherum maximal wenig gemacht und sich so immerhin nicht schon wieder verplappert. Olaf Scholz hat circa alles gemacht, war aber überall nur wieder Olaf Scholz. Der Themenverlauf war – irgendwas mit Wirtschaft, dann Migrationshysterie, dann Brandmauer, und schließlich ein Rest Ukraine und Trump. Klima, Wohnen, Bildung, soziale Gerechtigkeit kamen höchstens in der Schnellfragerunde. Fernsehen suggeriert, es könne alles, und ist damit für einen Impotenten ziemlich weit gekommen.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 23.02.2025 (online)