Zitiert: Wie Realität in der Fiction redaktionell überarbeitet wird

Eine Kollegin hat einen Krimi im Harz gedreht und erzählte mir, im Hintergrund waren bei einer Einstellung nur kaputte Fichtenwälder zu sehen, alles morsch und tot. Im Nachgang wurde das nachbearbeitet, weil: Das könne man dem Publikum so nicht zumuten. Und ich…

Zitiert: Murot-Tatort keine fiktionale Eigenproduktion des HR mehr

Ich bin traurig, dass ich meine Familie verliere. All die Kolleginnen und Kollegen, denen ich nach einer so langen Zusammenarbeit freundschaftlich verbunden bin, und deren Berufserfahrung und leidenschaftliche Unterstützung auf einmal wegbricht. Künftig werden wir es mit irgendwelchen außerhäusigen Produktionsfirmen zu tun haben, die halt auch mal einen Tatort machen und dann eben wieder anderes. Es wird sehr viel unpersönlicher werden. Die Heimat, die ich über dreizehn Jahre in diesem Sender hatte, gibt es dann nicht mehr.

Ulrich Tukur, sueddeutsche.de, 20.10.2023, (online)

Zitiert: In Wahrheit beruht Journalismus heute bereits auf KI

Eine ganze Generation von Journalisten ist komplett geprägt von künstlicher Intelligenz. Gemeint ist nicht, dass rund achtzig Prozent aller Medienhäuser KI-Projekte gestartet haben, wie soeben die zweite große Studie LSE zum Stand der KI-Nutzung im Journalismus weltweit verkündete, nein, sondern der Alltag.…

Zitiert: Erst ruiniert der Streaming-Markt das Kino, dann zerfällt er selbst

Netflix und Konsorten haben filmisch über Jahre hinweg dazu beigetragen, Kinokultur zu zerstören, also eine Filmkultur, die zuvorderst von einem öffentlichen, geteilten Erfahren und einem öffentlichen Diskurs lebt. Man hat Bequemlichkeit gefördert und angestachelt, wollte mit großen Prestigeprojekten im TV-Format glänzen, hat…