Zitiert: Werbeagenturen bestimmen, wie Öffentlichkeit aussehen soll

Die Werbeagenturen, die die Öffentlichkeitsbedürfnisse der Industrie einsammeln, bestimmen, wie Öffentlichkeit aussehen soll. In dem Moment müssten sich alle Stiftungen, die gemeinnützig sind, verbünden, um wieder eine klassische bürgerliche Öffentlichkeit zu etablieren. Diese Gegenöffentlichkeit, die die klassische Öffentlichkeit bewahren hilft, müssen wir organisieren. Immer wenn wir einen Missbrauch sehen, müssen wir ein Gegenmittel ersinnen.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 12

Zitiert: Missbrauch der Autorität

Aber wenn Sender vor den Nachrichten und bereits im Design der „Tagesschau“ Bauhaus-Werbung einblenden, also mit dem Signet der Nachrichten, machen Sie etwas Illegitimes. Das ist ein Missbrauch der Autorität, die ein Leitmedium hat.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: Zitiert: Missbrauch der Autorität epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 11

Zitiert: Was Facebook in Deutschland macht, machte RTL jahrzehntelang in Österreich

Die RTL-Gruppe verabschiedet sich von fast zweieinhalb Jahrzehnten strikter Enthaltsamkeit in Österreich: Nach – unbestätigten – STANDARD-Infos plant Europas größte TV-Gruppe nun doch ein erstes Programmfenster für Österreich. Ein Paradigmenwechsel im Umgang mit der Heimat der zwei prägenden, langjährigen RTL-Bosse Helmut Thoma und Gerhard Zeiler: Werbeakquise in Österreich in dreistelliger Millionenhöhe – aber keine eigenen Programme für die kleine Nachbarrepublik Deutschlands.

Harald Fidler, Der Standard, 08.04.2019 (online)

Medientransparenzgesetz in Österreich

Das Gesetz verlangt, dass mehr als 5000 Stellen und Firmen der Medienbehörde melden, wie viel sie periodischen Medien für Werbung überwiesen haben. Mit einigen Ausnahmen – weniger als 5000 Euro Buchungsvolumen pro Quartal und Medieninhaber sind ebenso wenig zu melden wie Werbung auf Zeitungsentnahmetaschen.

Zum Gesetz (online)

Warum Karl-Heinz Rummenigge Champions League Spiele wieder im Free-TV haben will

Von den Einnahmen aus der Champions League profitiert derzeit am meisten der FC Bayern. Verteilt werden derzeit rund 292 Millionen Euro an alle Champions-League-Teilnehmer, berichtet die Süddeutsche Zeitung (online). „Das Geld aus dem deutschen Markt wird zu 50 Prozent gleichmäßig an die…