Klick-Tipp: Kritischer Journalismus unter Druck

Zunehmend werden einzelne Journalist*innen schon im Vorfeld einer Veröffentlichung durch anwaltliche Schreiben eingeschüchtert bis bedroht, um eine kritische Berichterstattung zu verhindern. Mit Post vom Anwalt hatte Anna Hunger schon gerechnet, nachdem sie über die hassverseuchten Dialoge und menschenverachtende Gedankenwelt eines AfD-Mitarbeiters berichtet…

Zitiert: Deutschland ist nicht im Griff der 68er

Das ist eine der beeindruckendsten rechten Denkfiguren. Trotz hochdotierter Posten und Publikationsmöglichkeiten in reichweitenstarken Medien hält man die eigene Position für unterdrückt. Prekär arbeitende freie Journalist*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen werden dagegen als ausgesprochen mächtig phantasiert. Gerade diejenigen also, die zur gesellschaftlichen Elite zählen und für den Status quo, der rechts ist und derzeit ins Autoritäre und Antidemokratische zu kippen droht, verantwortlich sind, halten sich für marginalisiert.

Natascha Strobl, konkret-magazin, 11/2020 (online)

Zitiert: Unterschied zwischen Zensur und strategischer Stille

Der fundamentale Unterschied zwischen Zensur und strategischer Stille besteht vielmehr darin, dass Redefreiheit nicht gleichbedeutend ist mit einem Recht darauf, von allen gehört zu werden, oder einem Recht darauf, von den Medien verstärkt zu werden. Rede- und Meinungsfreiheit sind dann eingeschränkt, wenn Redner für das, was sie sagen verfolgt werden, und nicht, wenn sich eine Zeitung weigert, ihrer Meinung eine Plattform zu bieten.

Felix Simon, nzz.ch, 18.12.2019 (online)