Zitiert: Der Medienrat macht sich Gedanken

Eine ebenso komplexe wie wichtige Aufgabe hat der neue Medienrat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten. Das von den Bundesländern geschaffene sechsköpfige Sachverständigengremium soll bewerten, ob die Sender ihren Auftrag insgesamt erfüllen. Dabei geht es beispielsweise um eine ausgewogene und vielfältige Berichterstattung – was in Teilen der Bevölkerung in Zweifel gezogen wird. […]

Im Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, seit Ende 2025 in Kraft, haben die Länder festgelegt, was die Anstalten in ihren Leistungsanalysen zeigen sollen.

Darin soll deutlich werden, wie etwa ein Angebot dazu beiträgt, den Auftrag der Sender und das öffentlich-rechtliche Profil zu erfüllen. Ebenso soll nachvollziehbar sein, inwieweit die angestrebten Zielgruppen erreicht werden. Sechs Kriterien haben die Anstalten zu berücksichtigen – neben Ausgewogenheit und Vielfalt etwa noch die Innovationskraft der Angebote, aber auch den Beitrag von Kultur, Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zur Auftragserfüllung.

Für die Arbeit des Medienrats seien diese Analysen „der empirische Ausgangspunkt“, sagt Wappler. Die Anstalten hätten laut Staatsvertrag Kennwerte und Verfahren zu entwickeln, um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen. Der Medienrat sei darauf angewiesen, von den Sendern Daten in einer Qualität zu erhalten, die „eine belastbare und vergleichbare Evaluierung“ ermögliche. Dabei gehe es etwa „um die Datengrundlagen, Indikatoren und Verfahren, die den Analysen zugrunde liegen“. Aufgabe des Medienrats sei es nicht, hierzu den Rundfunkanstalten Vorgaben zu machen, hebt die Vorsitzende hervor. […]

Laut Wappler will der Medienrat seinen ersten Auftragsbericht nach den derzeitigen Planungen Ende 2028 vorlegen. Dessen Aussagekraft werde ganz entscheidend von der Qualität der Senderdaten abhängen.

Volker Nünning, M(verdi), 30.09.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)