Zitiert: Der Mensch kann die KI auch abschalten

Eigentlich sind das Fälle von Ingenieursversagen, aber die Firmen machen daraus eine ganz andere Geschichte: KI ist zu mächtig, wir müssen aufhören, und vor allem müsst ihr Open-Source-Modelle stoppen. Dabei haben die Unternehmen einfach die Fähigkeiten ihrer Modelle ausgereizt und sie ans Netz gehängt: viele Modelle, viele einzelne Agenten, die sich koordinieren, weitreichender Zugriff auf Softwarewerkzeuge – und das ohne ordentliche Überwachung. Wer eine agentische KI mit so vielen Fähigkeiten einsetzt, muss sie kontrollieren. Wenn sie anfängt, ins Netz zu gehen und den Nachbarn zu hacken, muss man das leicht erkennen können. […]

Es gibt kein Doom-Szenario, das irgendwann eintritt. Das sind Softwaresysteme, und die kann man abschalten. Man geht in die Kommandozeile im Computer, tippt „kill“, gibt die Prozess-ID ein, und der Prozess ist beendet. Es gibt einen starken Hang, KI-Agenten zu vermenschlichen, als hätten sie einen eigenen Willen, als könnten sie sich selbst starten und vervielfältigen. Das stimmt nicht. Es ist Software, die dynamisch handeln und uns deshalb überraschen kann. Aber man kann sie in einer Sekunde abschalten.

Arthur Mensch, sueddeutsche.de, 04.10.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)